Schwangerschaft und Babyzeit

Schwanger in Toulouse – Enceinte á Toulouse

Du bist schwanger in Toulouse? Herzlichen Glückwunsch!

Vielleicht ist es dein erstes Kind und du hast viele Fragen zum Ablauf der Schwangerschaft, zu den Möglichkeiten der Vorbereitung der Geburt, so wie auch zur Wahl der Klinik.

Oder du hast vielleicht schon Kinder in Deutschland bekommen und fragst dich nun aber, ob hier ganz anders läuft.

 

Wir möchten dir hier einige deiner Fragen beantworten. Bitte zögere nicht, bei speziellen Fragen unser Forum aufzusuchen und deine Fragen an uns oder auch an die vielen anderen deutschen Mütter, die hier schon entbunden haben, zu stellen. So können wir unsere Informationen erweitern.

Ich spreche noch nicht so gut Französisch und bin schwanger. Gibt es einen englisch- oder deutschsprachigen Frauenarzt in der Region?

 Ja, in der Klinik Ambroise Paré in Toulouse gibt es Dr. Kobuch, einen deutschstämmigen Gynäkologen. Das Krankenhaus, die Geburtsklinik in Midi-Pyrenées, erhielt 2007 vom Magazin LE POINT (vergleichbar mit dem Magazin „Der Spiegel“ in Deutschland) die Bestnote aller Geburtskliniken in Frankreich - gerade auch wegen der hohen Anzahl natürlicher Geburten. Dies entkräftet die immer wieder aufkeimenden Vorurteile, in Frankreich werde nur durch Kaiserschnitt entbunden.

Die Klinik ist aus der Stadt leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Man kann auch prima nebenan auf dem Casino-Supermarkt-Parkplatz parken (meist kostenfrei, da die Schranke nicht geschlossen ist - aber selbst wenn, dann kauft man eine Kleinigkeit im Casino und läßt den Parkschein von der Kassiererin scannen).

Dr. Kobuch vergibt erfahrungsgemäß schnell Termine und ist auch sehr gut telefonisch erreichbar. Gerade auch bei Risikoschwangerschaften schafft er schnell Vertrauen und man fühlt sich bei ihm gut informiert und aufgehoben.

 

Seine Praxis befindet sich im "Entresol" der Klinik (Bloc maternité = Kreissaal). Er hat ein Sekretariat - auch deutschsprachig.

Das Praktische bei seiner Schwangerschaftsbetreuung ist, dass man nicht erst eine Geburtsklinik suchen muss, man entbindet bei ihm in der Klinik. Es gibt dort auch Geburtsvorbereitungskurse (cours d'accouchement) bei Hebammen. Auch Kaiserschnitte werden von ihm durchgeführt. Während des Aufenthaltes in der Klinik schaut er regelmäßig vorbei, man fühlt sich also von Beginn der Schwangerschaft bis zur Zeit nach der Geburt „rundum“ gut betreut und beraten.

 

Dr. Guillaume Kobuch

Frauenheilkunde, Gynäkologische Chirurgie u. Geburtshilfe

Clinique Ambroise Paré
387 Route de St. Simon
31076 TOULOUSE Cedex

Tel: 05.61.50.15.74
Mail: kobuch.secretariat@hotmail.fr

 

Kliniktasche Ambroise Paré
klinik_tasche_AP.pdf
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Wo liegt der Unterschied zwischen einer Entbindung in einer "Clinique" und einem "Hopital"?

 

Hôpital (=Krankenhaus):

Es handelt sich um eine staatliche Einrichtung und die Ärzte unterliegen den staatlich festgelegten Tarifen.

Die Krankenhäuser sind in 3 Niveaus je nach technischer Ausstattung (1-3) eingeteilt. Hôpital Joseph Ducuing ist z.B Niveau 1, Purpan ist Niveau 3 (90% der Betten sind für Risiko- oder Mehrlingsgeburten reserviert)

Wichtig: man sollte sich so früh wie möglich telefonisch anmelden (sobald man weiß, dass man schwanger ist) zumindest in Purpan, die sich 90% der Betten für Risiko- oder Mehrlingsschwangerschaften   reservieren.

               

Clinique

Es handelt sich um private Einrichtungen und die meisten Ärzte nehmen zusätzlich ein "dépassement d'honoraires", dass nicht von allen Krankenkassen über- nommen wird (meistens zw. 100 und 200 €).

Es ist ausreichend, wenn man sich im Laufe des 7. Monates anmeldet.

Gibt es Unterschiede bei den Voruntersuchungen zum Ablauf in Deutschland?

In Deutschland finden die Blutabnahmen und auch die Urinproben immer beim Gynäkologen bzw. durch dessen Praxisteam statt. Hier in Frankreich gibt es nur Sekretariate in den Arztpraxen (cabinets médicals). Man bekommt vom Gynäkologen eine „Verschreibung“ (ordonnance) für eine bestimmte Laboruntersuchung. Mit dieser sucht man ein Labor (laboratoire d`analyses) auf. Es gibt sie in fast jedem Ort hier in der Region. Meist kann man noch am gleichen Spätnachmittag oder am nächsten Tag dort die Ergebnisse wieder abholen, man bekommt sie selbst ausgehändigt, ein zweites Exemplar wird immer dem behandelnden Arzt zugeschickt. Keine Angst vor der Sprache, wenn du noch nicht so gut Französisch sprichst. Ins Labor muss man regelmäßig, und schnell lernst du mit jedem Besuch neue Floskeln, auch der Ablauf ist immer gleich.

Zu Beginn der Schwangerschaft verschreibt dir der Arzt eine Bestimmung der Blutgruppe. Auch wenn du deine kennst, benötigst du diese Laboruntersuchung, zu der du nüchtern erscheinen musst (sonst ist es bei den regelmäßigen Blutuntersuchungen wie Toxoplasmosetests nicht nötig). Du erhälst nach Auswertung des Labors einen Blutgruppenausweis (la Carte de Groupe Sanguin). Dieser ist ein sehr wichtiges Dokument im Laufe deiner Schwangerschaft, du solltest den Ausweis immer mit dir führen, ähnlich wie den Mutterpass in Deutschland. Auch für die Geburt bei der Anmeldung in der Geburtsklinik benötigst Du ihn.

Solltest du, wie viele entsandte Deutsche  hier, keine frz. Krankenversicherungskarte („carte vitale“) haben und alle Arztrechnungen selbst begleichen, um sie dann in Deutschland von deiner Krankenkasse erstattet zu bekommen („remboursement“), dann hab bei den Laboren, Apotheken und auch Ärzten immer ausreichend Bargeld (de l´espece) oder das Scheckheft (le chéquier) dabei. Nicht alle Ärzte, Praxen und Labore akzeptieren Geldkarten. Du bekommst als Quittung in den Praxen, Labors und Apotheken als Selbstzahler immer ein Formular mit dem Namen feuille de soins, hebe sie gut auf, du benötigst sie für die Einreichung bei der Krankenkasse in Deutschland.

 

Wann und wie oft wird ein Ultraschall des Babys gemacht?

In Frankreich werden gesetzlich 3 Ultraschalluntersuchungen vorgeschrieben:

Die erste in der 11. – 13. Woche (clarté nucale)

Die zweite in der 18. – 24. Woche (échographie morphologique)

Und die dritte in der 32. – 34. Schwangerschaftswoche ( échographie de croissance)

Bei Risikoschwangerschaften  und je nach Arzt wird es jedoch auch öfter ein Ultraschall gemacht. Im Einzelfall am besten immer mit dem Arzt besprechen.

 

 

Benötige ich spezielle Vitamine oder Präparate?

Dein Arzt wird dir ein Folsäurepräparat verschreiben, Eisen oder Magnesium verschreibt er nur bei Indikation. Ebenso berät er dich bezüglich der Einnahme von Schmerzmitteln während der Schwangerschaft. Auch hier gibt es Medikamente mit dem Wirkstoff Paracetamol, die man während der Schwangerschaft einnehmen kann. Lass dich von deinem Gynäkologen beraten.

 

Muss ich mich in der Geburtsklinik anmelden?

Natürlich wird dich keine Klinik abweisen, wenn du in den Wehen vor dem Kreissaal stehst- aber wie in Deutschland sucht man sich erst eine Klinik aus, und etwa 4 Wochen vor Entbindungstermin meldet man sich dort mit seinem Ausweis, einem Dokument des Gynäkologen, das den Verlauf der Schwangerschaft wiedergibt (es gibt hier keinen Mutterpass wie in Deutschland) und dem Blutgruppenausweis (s.o.) in der Verwaltung/Anmeldung der Klinik. In der Klinik Ambroise Paré kann man dann auch schon angeben, ob man ein Einzelzimmer möchte, eine PDA, etc….

Gleichzeitig sucht man einen Anästhesisten auf (der Arzt wird auch zum gegebenen Zeitpunkt den Hinweis darauf geben). In der Klinik Ambroise Paré ist alles in einem Haus vereinigt, man vereinbart einfach bei den Anästhesisten im Erdgeschoss einen Termin.

Es gibt auch eine polnische Anästhesistin, die sehr gut deutsch spricht. Dort wird man anhand der letzten Blutergebnisse mögliche Risiken besprechen und wenn eine PDA (l`epidurale) erwünscht wird, erhält man dort auch alle wichtigen Informationen zum Ablauf und zu den Risiken.

Wenn man sich angemeldet hat, kann man- was den organisatorischen Ablauf betrifft- ganz gelassen sein. Im Fall, dass die Wehen einsetzen, einfach im Kreissaal melden, meist bleibt dann noch genug Zeit, um die Anmeldung/Verwaltung der Klinik (accueil) über die Ankunft zu informieren, oft übernimmt es auch das Personal des Kreissaals.

 

Kann ich den Kreißsaal vorher "besichtigen"?

Kreissaalbesichtigungen sind seit der Grippe H1N1 aus hygienischen Gründen in vielen Kliniken nicht mehr möglich. Aber ihr könnt euch in den Geburtskliniken- und Krankenhäusern über die Möglichkeiten und Räumlichkeiten erkundingen, man wird euch umfassend über die Räumlichkeiten und "Geburtsmöglichkeiten" informieren.

 

 

Wie lange bin ich im Krankenhaus? Kann ich auch eine ambulante Geburt haben?

Solltest du "normal" und ohne Komplikationen entbinden und geht es dem Baby gut, kannst du schon nach etwa 3 Tagen entlassen werden, bei einem Kaiserschnitt sind es durchschnittlich 5-7 Tage. Es gibt Frauen, die sofort nach der Geburt nach Hause wollen. In Frankreich ist es nicht üblich und man stößt wohlmöglich auf Verwunderung oder Protest.

Nach Berichten von einigen Müttern aus Toulouse kann man nichtsdestotrotz auf eigenen Wunsch- wenn es keine dringenden medizinischen Gründe für Mutter und Kind gibt, die dagegen sprechen, die Klinik zeitnah verlassen. Natürlich müssen alle rechtlich formalen Schritte, wie etwa die Visite eines Kinderarztes (hier in Frankreich ist sie vorgeschrieben), eingehalten werden. Wenn du eine ambulante Geburt wünschst, sprich dies am besten schon bei der Anmeldung in der Klinik an.

 

Benötige ich eine Hebamme? Und gibt es eine deutschsprachige Hebamme in Toulouse?

Eine Hebamme als Begleitung der Schwangerschaft ist nicht vorgeschrieben in Frankreich. Sie rechnen aber ähnlich wie auch in Deutschland über die Krankenkassen ab, sofern man eine carte vitale hat, der Einsatz einer Hebamme steht allen Schwangeren offen.

Hebammen (sages-femmes) findest du ganz einfach in dem Krankenhaus, in dem du entbinden möchtest oder über dein örtliches Branchenbuch (pages jaunes). Wenn es dein erstes Kind ist, macht es sicher Sinn, eine Hebamme aufzusuchen. Hebammen unterstützen dich in der Schwangerschaft auch emotional, gerade bei der ersten Schwangerschaft haben viele auch nach den Besuchen beim Gynäkologen noch offene Fragen oder Wünsche, eine Hebamme kann manchmal individueller auf die einzelne Schwangere eingehen, als ein Arzt, der an bestimmte Richtlinien gebunden ist. Hebammen bieten Geburtsvorbereitungskurse (auch mit den Partnern) an, in vielen Fällen auch Schwangerengymnastik oder -yoga. Hebammen begleiten hier in Frankreich ebenso Geburten in Krankenhäusern, bei Komplikationen wird jedoch immer ein Arzt die Geburt begleiten.

Viele Schwangere in Frankreich entscheiden sich, neben ihrem betreuenden Arzt, im letzten Drittel der Schwangerschaft auch eine Hebamme hinzuzuziehen, gerade im Hinblick auf die Geburtsvorbereitung.

Eine Hebamme kontaktierst du am besten um den 5.-6. Monat herum und machst in der Regel dann gleich mehrere Termine für die letzten 4- 6 Wochen vor der Geburt (normalerweise 1 mal pro Woche). Auch eine Nachbetreuung mit Hausbesuchen nach der Geburt ist möglich.

Solltest du vorher keine Hebamme aufsuchen wollen (Dr. Kobuch verweist dich nach Wunsch an die Hebammen in der Klinik Ambroise Paré, sie bieten auch Geburtsvorbereitungskurse an), triffst du sie spätestens im Kreissaal, solltest du Beschwerden oder Komplikationen haben, kannst du dich immer in einem, bzw. dem Kreissaal der Klinik deiner Wahl melden, dort werden zunächst Hebammen das Befinden deines Kindes im Bauch untersuchen.

 

Fabienne Stock ist eine deutschsprachige Hebamme mit einem sehr guten Ruf (unter Deutschen wie Französinnen) in Toulouse:

 

Fabienne Stock

20 Rue Michel de Montaigne
31200 TOULOUSE

Tel: 05.61.22.92.29
Fax: 05.62.72.10.63

 

Auch Frau Spillmann bietet eine nicht-medizinische Schwangerschafts- und Geburtsbegleitung, außerdem auch regelmäßig interessante Kurse (ateliers) wie Schwangerenyoga in Toulouse an.

 

Ellen Spillmann

Association LaLoba

Tel: 05.61.54.70.31 

lalobatoulouse@yahoo.fr

Alle Angebote findet ihr auf ihrer Webseite:


www.associationlaloba.com/index-laloba-allemand.html

Ich möchte lieber eine Hausgeburt machen, ist das möglich in Toulouse?

Eine Hausgeburt ist in Frankreich noch nicht so verbreitet, wie in Deutschland, vielleicht liegt es daran, dass eine Geburt hier eher als ein medizinischer Vorgang betrachtet wird. Dennoch gibt es nun auch Hebammen (sages-femmes) im Großraum Toulouse, die eine Hausgeburt („l’accouchement à domicile “oder kurz AAD ) begleiten. Ihre Daten kannst du der Liste der „Association NAtoional des Sages-femmes Liberales (ANSFL)“ entnehmen.

Mein Französisch ist nicht ausgereift, komme ich in der Klinik mit Englisch weiter?

Wenn du sehr viel Glück hast, ja, aber im Normalfall ist es hilfreich, wenn du die Zeit der Schwangerschaft nutzt- sofern du kannst- und gerade auch das dort relevante Vokabular lernst. Viele berichten, dass sie nach ihrem Klinikaufenthalt sogar „viel besser“ reden und verstehen konnten- man ist ja wirklich 24 Stunden in der Fremdsprache und es ist somit auch eine großartige Chance. Mach dir am besten eine Liste von allen relevanten Vokabeln vom Kreißsaal (la salle de travail) über Muttermund (l´orifice du canal utérine) bis hin zu Stillen. Auf der Website der „Amerikaner in Toulouse“ (AIT) findet ihr als Inspiration noch weitere nützliche Vokabeln.

Aber erstmal eine Vokabelliste von uns:

Vokabelliste Schwangerschaft, Entbindung, Stillen und Erstausstattung
Vokabelliste Schwangerschaft.doc
Microsoft Word Dokument 94.0 KB

...oder um noch besser ausgestattet zu sein: es gibt sogar ein ganzes Buch zu diesen Thema.

 

Es lohnt sich, die Vokabeln zu kennen, um so sicherer und gelassener kannst du dich auf die Geburt und euer Baby konzentrieren.

Kann mein Mann nach der Geburt bei mir in der Klinik bleiben?

 Ja, die meisten Kliniken in Toulouse bieten den Partnern die Möglichkeit eines „Rooming-ins“ bei Verfügbarkeit von Einzelzimmern. Bei der Anmeldung einfach danach fragen.

 

Ist mein Kind von Anfang an bei mir im Zimmer?

 Ja, auch hier in Frankreich gibt es ein Rooming-In des Babys bei der Mutter. Nicht ungewöhnlich ist, dass die Nachtschwestern dir anbieten, dein Baby während der Nacht mit auf die Neugeborenenstation zu nehmen, „damit du schlafen kannst“, oder wenn du dich von einem Kaiserschnitt erholst und noch nicht selbst gut aufstehen und wickeln kannst. Im Vergleich zu deutschen Kliniken mag das seltsam anmuten, gerade bei stillenden Müttern und auch unter dem Aspekt, dass die meisten Babies nachts schreien. Wenn du es nicht möchtest, dann scheue auch nicht die mögliche sprachliche Barriere, lehne einfach dankend ab. Es ist nur ein Angebot.

 

Werde ich beim Stillen unterstützt?

Neben der Vorbetreuung durch Hebammen unterstützen auch alle Geburtskliniken in Frankreich das Stillen (l´allaitement). Sicher wirst du während deines Aufenthaltes in der Klinik auch von einer netten Mitarbeiterin der „Leche Ligue“ Besuch bekommen, die dich freundlich aber unaufdringlich mit einem Flyer über ihre Angebote informiert. Es gibt in vielen Orten Stillgruppen und Beratungsstellen, die Unterstützung und Empfehlung des Stillens ist ebenso stark wie in deutschen Kliniken.

 

In Deutschland gab es so tolle waschbare Windeln, sogar mit Waschservice, finde ich so etwas auch in Toulouse?

Mais oui! Mitsa aus Toulouse bietet neben süßen waschbaren Windeln, des couches lavables, auch Ateliers zum Selbernähen an und arbeitet sogar mit verschiedenen Crèches der Stadt zusammen, organisiert die Abholung und Reinigung der Windeln- da freuen sich Umwelt und Geldbörse!

Schicke Designs und Einführungsateliers gibts auch in La Salvetat bei Esprit d´Elfe in La Salvetat St Gilles.

 

Brauche ich schon vor der Geburt einen Kinderarzt?

In Frankreich ist eine Untersuchung des Kindes vor der Entlassung aus der Klinik obligatorisch. Die meisten Kliniken haben Kinderärzte, welche dich und dein Baby aufsuchen und alle vorgeschriebenen ersten Untersuchungen durchführen- also ganz ähnlich wie in Deutschland auch. Man informiert dich auch, welche Untersuchungen und Impfungen nach der Entlassung folgen und an welche Ärzte du dich wenden kannst. In der Klinik Ambroise Paré erhält man vom Kinderarzt ein Dokument mit allen wichtigen Infos. Wenn ihr hier noch keinen Kinderarzt (z. B. durch ältere Kinder) habt, könnt ihr mit euren Säuglingen für die ersten Untersuchungen und Impfungen oder das Wiegen eines der örtlichen PMIs (Centre de Protection Maternelle et Infantile) aufsuchen. Dort kann man sein Kind kostenlos von einer Kinderkrankenschwester (puéricultrice) und auch einem Kinderarzt (pédiatre) untersuchen lassen. Euer nächstes PMI findet ihr in der Regel hinten im Carnet de Santé (Gesundheitspass) eures Babys oder hier. Meldet Euch am besten immer telefonisch für die Sprechstunden an.

Es gibt in Frankreich zu wenige Kinderärzte, daher ist es auch möglich und in einigen Regionen üblich, mit den Kindern zum Arzt für Allgemeinmedizin (généraliste) zu gehen.

Im Notfall könnt und solltet ihr immer in die Ambulanz der Kinderklinik Purpan fahren:

CHU PURPAN 
330, Avenue de Grande-Bretagne
31059 TOULOUSE
 
Tel: 05.34.55.84.10

 

 

Wie melde ich unser Kind bei den deutschen Behörden an?

Das deutsche Generalkosulat bietet umfangreiche Informationen zu den verschiedenen Modalitäten (je nach Herkunft und Ehestand der Eltern) und Erfordernissen (wie Eheurkunde oder Familienbuch der Eltern) bei der Geburtsanzeige eines deutschen Kindes. Praktischerweise kann man sich alle relevanten Unterlagen und Formulare schon vor der Geburt herunterladen.

Nach der Geburt des Kindes hat man nach französischem Recht drei Tage Zeit, die Geburt des Kindes persönlich in der Mairie des Geburtsortes anzuzeigen, man erhält dort dann eine Geburtsurkunde (déclaration de naissance). Diese benötigt ihr dann für das deutsche Konsulat. Das zuständige Amt in Toulouse und dessen Öffungszeiten findet ihr hier.

Mit dieser Urkunde und den restlichen deutschen Urkunden könnt ihr dann in Toulouse im Honorarkonsulat die deutsche Geburtsurkunde sowie den Ausweis/Reisepass beantragen.

 

Honorarkonsul Herr Nicolas MORVILLIERS
Sekretariat
24, rue Metz
31000 TOULOUSE
Tel.: 0033 (0)5.61.52.35.56
Fax: 0033 (0)5.61.52.35.56
E-Mail: consulallem.tlse@wanadoo.fr



 

 

 

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